Vielleicht hast du es in den letzten zwei Wochen selbst bemerkt: Die Klickkurve in der Search Console zuckt, eine Leistungsseite rutscht ab, und keiner weiß, warum. Ein möglicher Grund ist das Google Spam Update September 2026. Google hat es am 24. September gestartet und gestern, am 8. Oktober, als beendet gemeldet. Knapp 14 Tage Rollout sind für ein Spam-Update ungewöhnlich lang. Dazu kommt, dass Google parallel seine Hinweise zu KI-Inhalten nachgeschärft hat.
Zeit also für eine ruhige Bestandsaufnahme. Wir zeigen dir, welche Spam-Richtlinien für kleine und mittlere Unternehmen zählen, wo die Grenze bei KI-Texten verläuft und wie du in der Search Console selbst prüfst, ob du betroffen bist.
Kurz gesagt: Das September-2026-Spam-Update lief vom 24. September bis 8. Oktober 2026, weltweit und in allen Sprachen. Google hat keine bestimmte Richtlinie als Ziel genannt. Für KMU sind vor allem drei Muster riskant: massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert (Scaled Content Abuse), austauschbare Städteseiten (Doorways) und gekaufte Links. KI-Texte sind nicht verboten, sollen aber vor der Veröffentlichung von Menschen geprüft werden. Seit dem 1. Oktober steht das ausdrücklich in Googles Leitfaden. Ob du betroffen bist, siehst du im Bericht „Manuelle Maßnahmen" und im Zeitraumvergleich der Leistungsdaten.
Was ist beim Google Spam Update September 2026 passiert?
Laut dem Google Search Status Dashboard startete das Update am 24. September 2026 um 9:15 Uhr Pazifikzeit, bei uns also gegen 18:15 Uhr. Google schrieb dazu, das Update gelte weltweit und für alle Sprachen, der Rollout könne bis zu zwei Wochen dauern. Am 8. Oktober folgte die Meldung, dass er abgeschlossen ist. Zwischen Start und Ende lagen damit rund 13 Tage und 16 Stunden.
Auf LinkedIn sprach Google von einem „normalen Spam-Update". Eine bestimmte Spam-Richtlinie als Ziel hat Google nicht genannt. Laut Fachmedien wie PPC Land erklärte Google außerdem, dass mit dem Update keine Änderung der Richtlinien verbunden war und Link-Spam nicht im Fokus stand.
Die anderen Spam-Updates in diesem Jahr liefen deutlich schneller durch:
| Spam-Update 2026 | Start | Ungefähre Dauer |
|---|---|---|
| März 2026 | 24. März | rund 19,5 Stunden |
| Juni 2026 | 24. Juni | rund 2 Tage |
| August 2026 | 18. August | rund 2 Tage, 16 Stunden |
| September 2026 | 24. September | rund 13 Tage, 16 Stunden |

Warum das September-Update so viel länger gebraucht hat, sagt Google nicht. Ganz neu ist so eine Dauer aber nicht: Das Spam-Update vom August 2025 lief laut der Chronik von Search Engine Roundtable 27 Tage. Für dich heißt das vor allem: Die Ranking-Bewegungen verteilen sich über zwei Wochen und lassen sich schwer einem Tag zuordnen.
In denselben Wochen wurde in der SEO-Szene noch etwas anderes diskutiert. Mehrere Beraterinnen und Berater berichten von deutlich mehr manuellen Maßnahmen, nach ihren Angaben vor allem wegen dünner Inhalte, reinem Spam und massenhaft erzeugter Inhalte. Google hat das nicht kommentiert. Ein Blick in den Bericht zu manuellen Maßnahmen gehört deshalb in jedem Fall dazu.
Was ist ein Google Spam-Update überhaupt?
Google erkennt Spam mit automatischen Systemen, etwa dem KI-basierten SpamBrain. Diese Systeme laufen ständig, ein Spam-Update verbessert sie an einer wesentlichen Stelle. Websites, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen, können danach schlechter ranken oder ganz aus den Ergebnissen verschwinden.
Davon zu unterscheiden ist das Core Update. Es bewertet Qualität und Relevanz von Inhalten insgesamt neu. Wer dabei verliert, hat nicht unbedingt etwas falsch gemacht, andere Seiten passen nur besser. Wie das beim letzten Mal ablief, beschreiben wir in unserem Beitrag zum Core Update, das Ende Mai startete und Anfang Juni abgeschlossen war. Ein Spam-Update richtet sich dagegen gezielt gegen Verstöße. Bricht deine Sichtbarkeit genau in diesem Zeitraum deutlich ein, solltest du das ernst nehmen.
Bleibt noch die manuelle Maßnahme. Die verhängt ein Mitarbeiter von Google von Hand, und sie steht mit Begründung in deiner Search Console.
Welche Spam-Richtlinien sind für KMU wirklich relevant?
Google listet in seinen Spam-Richtlinien für die Google Websuche viele Praktiken auf, von verstecktem Text bis zu gehackten Inhalten. Für Handwerksbetriebe, Praxen, Kanzleien und Onlineshops zählen davon nur wenige. Die tauchen aber häufiger auf, als man denkt. Oft werden sie sogar als „SEO-Strategie" verkauft.
Scaled Content Abuse: Masse statt Mehrwert
Google nennt das auf Deutsch „Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten". Gemeint sind viele Seiten, die vor allem Rankings manipulieren sollen, statt Menschen zu helfen: große Mengen unoriginaler Inhalte mit wenig oder keinem Mehrwert.
Entscheidend ist der Zusatz, dass das unabhängig von der Art der Erstellung gilt. Ob eine KI 300 Ratgeberseiten in einer Nacht schreibt oder ein Texter-Team im Akkord Varianten desselben Artikels produziert, ist egal. Google schaut aufs Ergebnis. Als Beispiele nennt Google unter anderem generative KI für viele Seiten ohne Mehrwert und zusammengekratzte Feeds oder Suchergebnisse.
Aus der Praxis: Ein Onlineshop für Werkzeug lässt zu jedem seiner 2.000 Produkte einen „Ratgeber" generieren, der nur das Datenblatt in Fließtext umformuliert. Kein Test, keine Erfahrung, keine Vergleichswerte. Genau dieses Muster beschreibt Google.
Doorway Pages: Städteseiten mit Austauschtext
Brückenseiten (englisch Doorways) sollen für sehr ähnliche Suchanfragen ranken und führen Besucher auf Zwischenseiten. Google nennt ausdrücklich mehrere Domains oder Seiten für bestimmte Regionen oder Städte, die am Ende auf eine einzige Seite leiten.
Im KMU-Alltag sieht das so aus: Ein Elektriker hat eine Seite „Elektriker in Stadt A", eine für Stadt B und noch 48 weitere. Der Text ist überall gleich, nur der Ortsname wechselt. Genau das meint Google. Standortseiten an sich sind trotzdem nicht verboten. Eine Seite für einen Ort, an dem du wirklich arbeitest, mit Referenzen von dort, Anfahrt, Ansprechpartner und eigenen Fotos, ist hilfreich. Der Unterschied liegt im echten Ortsbezug.
Site Reputation Abuse: fremde Inhalte auf deiner Domain
Hier geht es um Inhalte Dritter, die vor allem deshalb auf einer Website landen, weil diese bei Google schon gut dasteht. Klassisches Beispiel: Ein Vereinsportal verkauft eine Unterseite an einen Gutscheinanbieter oder ein Glücksspielportal. Spannend wird das für dich, sobald dir jemand Geld für themenfremde „Gastartikel" bietet.
Im Europäischen Wirtschaftsraum können solche Seiten laut den Richtlinien als von der Hauptdomain getrennt eingestuft werden, eine manuelle Maßnahme droht dann nur in Suchergebnissen außerhalb des EWR. Deiner Marke nutzen solche Inhalte so oder so nichts.
Expired Domain Abuse: alte Domains, neuer Zweck
Hier kauft jemand eine abgelaufene Domain mit gutem Ruf und betreibt darauf Inhalte mit wenig Nutzen. Googles Beispiel: Casino-Inhalte auf der früheren Website einer Grundschule. Schlägt dir ein Dienstleister vor, eine „starke alte Domain" nur wegen der Backlinks zu kaufen: Finger weg.
Link-Spam: gekaufte und getauschte Links
Link-Spam ist laut Google das Erstellen von Links hauptsächlich mit dem Ziel, Rankings zu manipulieren. Dazu zählen gekaufte Links, übertriebener Linktausch und automatisch erzeugte Links. Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sind. Wichtig für die Erwartungen: Hat Google gekaufte Links neutralisiert, ist der Ranking-Vorteil daraus laut Google dauerhaft weg.
Programmatisches SEO: Wo zieht Google die Grenze?
Programmatisches SEO heißt, dass Seiten automatisch aus Datenbanken oder Vorlagen entstehen, etwa „Steuerberater für Branche X in Stadt Y" für hunderte Kombinationen. Sinnvoll ist das nur, wenn hinter jeder Seite echte, unterschiedliche Daten stecken, etwa Preise oder Verfügbarkeiten. Meist entsteht aber genau die Mischung aus Scaled Content Abuse und Doorways, die wir oben beschrieben haben.
Anfang September berichteten Fachmedien wie SEO Rank über eine Äußerung von John Mueller von Google auf Bluesky. Anlass war eine Website aus vielen automatisch erzeugten Seitenkombinationen. Sinngemäß gab Mueller zu bedenken, dass es leicht sei, viele Seiten aufzusetzen, aber schwer, echten Mehrwert zu bieten. Googles Systeme hätten wegen der alten Seiten womöglich das Vertrauen verloren, dass die Website insgesamt nützlich ist. Eine Erholung kostet nach dem Bericht viel Zeit und Aufwand.
Schwache Massenseiten schaden also nicht nur sich selbst. Sie können das Vertrauen in die ganze Domain drücken, auch in deine guten Leistungsseiten. Wer 20 starke und 400 schwache Seiten hat, hat ein Problem mit allen 420.
KI-Inhalte und Google: Was sich am 1. Oktober geändert hat
Am 1. Oktober 2026 hat Google seinen Leitfaden zur Verwendung von KI-generierten Inhalten aktualisiert. Laut Änderungsprotokoll flossen dabei Informationen aus den Richtlinien für Search Quality Rater ein. Das ist eine Änderung der Dokumentation, kein Ranking-Update.
Zwei Punkte solltest du kennen. Erstens steht jetzt ausdrücklich im Leitfaden, dass alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit geprüft werden sollen. Die Begründung: Generative Modelle rufen keine Fakten ab, sondern sagen eine wahrscheinliche Wortfolge voraus. Zweitens gilt diese Prüfung auch für Metadaten wie Seitentitel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte.
Außerdem verweist der Leitfaden auf zwei Abschnitte der Rater-Richtlinien, einen zu massenhaft erzeugten Inhalten und einen zu Inhalten mit wenig Aufwand und Originalität. Die Bewertungen der Rater beeinflussen das Ranking laut Google nicht direkt. Sie zeigen aber, wonach Google sucht.
Wann sind KI-Texte erlaubt und wann nicht?
KI-Texte sind bei Google erlaubt. Ärger gibt es erst, wenn du damit massenhaft Seiten ohne Mehrwert erzeugst. Wer den Text getippt hat, spielt also kaum eine Rolle. Es zählt, ob er jemandem hilft oder austauschbar ist. So sieht die Grenze im Alltag aus:
| Unproblematisch | Riskant |
|---|---|
| KI hilft beim Entwurf, ein Fachmensch prüft und ergänzt | Text geht ungeprüft online |
| Eigene Erfahrung, Fotos, Zahlen und Beispiele aus dem Betrieb | Allgemeinwissen, das es schon hundertfach gibt |
| Wenige Seiten, die eine echte Frage gründlich beantworten | Hunderte Seiten nach Schema F |
| Fakten und Zahlen mit Quelle | Erfundene Statistiken und Zitate |
| Klarer Autor oder klares Team dahinter | Ausgedachte Autorenprofile |
| Titel und Beschreibungen redaktionell geprüft | Metadaten blind aus dem Tool übernommen |
Google empfiehlt außerdem, bei automatisch erzeugten Inhalten offenzulegen, wie sie entstanden sind. Ob du darüber hinaus gesetzlich zur Transparenz verpflichtet bist, klären wir im Beitrag zur KI-Kennzeichnungspflicht auf Websites. Die übrige rechtliche Seite beleuchten wir im Beitrag zu KI-generierten Inhalten 2026. Für Onlineshops gelten im Google Merchant Center eigene Regeln: KI-generierte Bilder brauchen passende IPTC-Metadaten, KI-generierte Produkttitel und Beschreibungen müssen separat angegeben und als KI-generiert gekennzeichnet werden.
Ein Beispiel aus der Beratung: Ein Steuerbüro lässt die KI einen Entwurf zu einer neuen Abschreibungsregel schreiben. Eine Steuerberaterin prüft ihn, ergänzt ein Rechenbeispiel aus der Praxis und veröffentlicht ihn unter ihrem Namen. Damit ist das Büro auf der sicheren Seite. Mit 200 automatisch erzeugten Seiten zu jeder Steuerart in jeder Stadt wäre es das nicht.
Ist deine Website betroffen? Der Selbsttest in der Search Console
Ein Spam-Update schickt dir keine Nachricht. Du prüfst es in der Google Search Console selbst, und zwar in vier Schritten.

Schritt 1: Manuelle Maßnahmen prüfen. Öffne unter „Sicherheit und manuelle Maßnahmen" den Bericht „Manuelle Maßnahmen". Ein grünes Häkchen heißt: keine manuelle Maßnahme. Ist eine eingetragen, steht dort, welcher Verstoß beanstandet wird. Nach der Behebung beantragst du direkt im Bericht eine Überprüfung. Die dauert laut Google meist einige Tage oder Wochen.
Schritt 2: Zeiträume vergleichen. Nutze im Leistungsbericht unter „Datum" die Funktion „Vergleichen" und stell einen Zeitraum nach dem Update gegen einen gleich langen vor dem 24. September. Weil die Daten mit ein paar Tagen Verzögerung kommen, lohnt sich ein belastbarer Vergleich erst, wenn du nach dem 8. Oktober mindestens eine, besser zwei Wochen gesammelt hast.
Schritt 3: Verlierer-Seiten finden. Wechsle im Vergleich auf den Tab „Seiten" und sortiere nach der Differenz der Klicks. Hat die ganze Website verloren, oder trifft es einen bestimmten Seitentyp? Stürzen vor allem deine 40 Städteseiten oder die automatisch erzeugten Ratgeber ab, während Startseite und Leistungsseiten stabil bleiben, ist das ein deutlicher Hinweis.
Schritt 4: Aufräumen mit Plan. Handle erst, wenn du weißt, welche Seiten betroffen sind. Panisches Löschen ganzer Bereiche schadet meist mehr, als es hilft.
Und nicht jeder Rückgang in diesem Zeitraum stammt vom Spam-Update. Saisonale Effekte, technische Fehler oder ein Umbau an der Website erzeugen dasselbe Bild. Wie du dabei vorgehst, steht in unserer SEO-Checkliste für den Website-Relaunch.
Spam-Update, Core-Update oder manuelle Maßnahme: Was hat dich getroffen?
Wenn du im Selbsttest einen Rückgang gefunden hast, hängt die richtige Reaktion davon ab, woher er kommt.
| Merkmal | Spam-Update | Core-Update | Manuelle Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Wer entscheidet? | Automatische Systeme | Automatische Systeme | Mitarbeiter von Google |
| Ziel | Verstöße gegen Spam-Richtlinien | Qualität und Relevanz insgesamt | Konkreter Verstoß auf deiner Website |
| Benachrichtigung | Keine | Keine | Bericht und Nachricht in der Search Console |
| Wie erkennbar? | Einbruch im Zeitraum des Rollouts | Verschiebungen im Zeitraum des Rollouts | Eintrag im Bericht „Manuelle Maßnahmen" |
| Was tun? | Richtlinien prüfen, Verstöße beseitigen | Inhalte und Nutzen verbessern | Beheben und Überprüfung beantragen |
| Erholung | Kann laut Google Monate dauern | Oft erst mit späteren Updates | Nach erfolgreicher Prüfung |
Bei einer manuellen Maßnahme gibt es einen klaren Weg zurück: beheben, Antrag stellen, Entscheidung abwarten. Bei einem Spam-Update gibt es keinen Antrag. Laut Google können Änderungen helfen, wenn die automatischen Systeme über Monate lernen, dass deine Website die Richtlinien einhält. Du brauchst also Geduld. Kosmetik reicht hier nicht, die Arbeit muss gründlich sein.
Aufräum-Checkliste: So machst du deine Website spam-sicher
Die folgenden acht Punkte helfen dir beim Aufräumen nach einem Einbruch. Sie taugen aber genauso als Vorsorge, wenn bei dir alles stabil aussieht.
1. Inventur machen. Exportiere alle indexierten URLs, zum Beispiel aus dem Bericht „Seiten" in der Search Console. Frag bei jeder Seite: Bringt sie Besucher? Beantwortet sie eine echte Frage? Würdest du sie einem Kunden zeigen?
2. Dünne Seiten zusammenlegen oder verbessern. Aus fünf kurzen Blogartikeln zum selben Thema wird ein starker Beitrag, die alten Adressen leitest du per 301 dorthin um. Seiten ohne Besucher und ohne Zweck setzt du auf „noindex" oder entfernst sie.
3. Städteseiten ehrlich prüfen. Behalte nur Orte, in denen du wirklich arbeitest, und gib jeder Seite eigenen Inhalt: Projekte vor Ort, Kundenstimmen, Fotos, Anfahrtszeiten, Ansprechpartner. Fällt dir für einen Ort nichts Eigenes ein, ist das die Antwort.
4. KI-Texte redaktionell prüfen. Lies jeden KI-gestützten Text vollständig, prüfe jede Zahl gegen eine Quelle und ergänze eigene Erfahrung. Das gilt auch für Seitentitel, Meta-Beschreibung, Alt-Texte und strukturierte Daten.
5. Autoren sichtbar machen. Zeig, wer hinter den Inhalten steht, mit echtem Namen und echter Qualifikation.
6. Backlinks durchsehen. Hast du früher Links gekauft oder Linkpakete gebucht, geh davon aus, dass sie heute nichts mehr bringen. Neue Links entstehen über echte Kooperationen, Verbände, Presse und gute Inhalte.
7. Fremdinhalte kontrollieren. Was Dritte auf deiner Domain veröffentlichen, muss zu deinem Thema passen und redaktionell betreut sein. Bezahlte Inhalte kennzeichnest du, Links darin mit rel="sponsored".
8. Dokumentieren und abwarten. Halte fest, was du wann geändert hast. Das hilft bei einem Antrag auf Überprüfung. Fang bei den Seiten an, die im Selbsttest am stärksten verloren haben, und bau nicht alles gleichzeitig um, sonst weißt du hinterher nicht, was gewirkt hat.
Was das Update für deine SEO-Strategie bedeutet: weniger Seiten, dafür bessere
Einen Bruch sehen wir in diesem Update nicht. Es setzt fort, was seit Jahren läuft. Google unterscheidet immer besser zwischen Masse und Substanz, und je leichter KI das Texten macht, desto weniger ist ein Text für sich genommen wert. Wertvoll wird das, was kein Tool liefern kann, also deine Erfahrung, deine Projekte und deine Fotos.
Für eine KMU-Website heißt das ganz praktisch: lieber weniger Seiten, die dafür richtig gut sind. Eine Leistungsseite, die erklärt, wie ein Auftrag bei dir abläuft, was er ungefähr kostet und was andere Kunden erlebt haben, schlägt zehn generische Ratgeberartikel. Auch KI-Suchen wie ChatGPT greifen lieber auf Quellen zurück, die etwas Eigenes zu sagen haben. Ob und wie solche Dienste deine Seiten überhaupt auslesen dürfen, steuerst du übrigens selbst, wie wir im Beitrag zu KI-Crawlern, robots.txt und llms.txt zeigen.
KI bleibt ein gutes Werkzeug für Entwürfe. Sie ersetzt aber nicht den Menschen, der am Ende sagt: Das stimmt, dafür stehen wir mit unserem Namen.
Fazit: Kein Grund zur Panik, aber ein guter Anlass zum Aufräumen
Das Google Spam Update September 2026 war ungewöhnlich lang, laut Google aber ein normales Spam-Update ohne neue Regeln. Für die meisten seriösen Unternehmenswebsites ändert sich nichts. Wer dagegen auf Massenseiten, austauschbare Städteseiten, gekaufte Links oder ungeprüfte KI-Texte gesetzt hat, sollte jetzt genau hinschauen. Und wer KI nutzt, sollte jeden Text lesen, bevor er online geht. Genau das verlangt Google seit dem 1. Oktober schwarz auf weiß.
Fang heute mit dem Bericht zu manuellen Maßnahmen an, danach mit dem Zeitraumvergleich deiner Leistungsdaten. Wenn du dabei auf etwas stößt oder eine zweite Meinung möchtest, schauen wir gern mit drauf. Im Rahmen unserer SEO-Betreuung gehen wir deine Daten durch und machen daraus einen Aufräumplan, der zu deinem Betrieb passt. Schreib uns einfach über die Kontaktseite.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann lief das Google Spam Update September 2026?
Google hat das Update am 24. September 2026 gestartet und am 8. Oktober 2026 als abgeschlossen gemeldet. Der Rollout dauerte damit knapp 14 Tage und galt weltweit für alle Sprachen.
Bestraft Google KI-generierte Texte?
Nein, nicht grundsätzlich. Google bewertet den Nutzen eines Inhalts, nicht das Werkzeug. Verboten ist es, mit KI oder von Hand massenhaft Seiten ohne Mehrwert zu erzeugen. Seit dem 1. Oktober 2026 betont Googles Leitfaden, dass KI-Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit geprüft werden sollen, auch Metadaten wie Seitentitel.
Sind Städteseiten für mehrere Orte jetzt verboten?
Nein. Problematisch sind Seiten, bei denen nur der Ortsname ausgetauscht wird und die Besucher auf dieselbe Zielseite leiten. Google nennt solche Brückenseiten ausdrücklich als Spam. Eine Standortseite mit echtem Ortsbezug, also Projekten, Kundenstimmen, Fotos und Ansprechpartnern vor Ort, ist dagegen hilfreich und erlaubt.
Woran erkennst du, ob deine Website vom Spam-Update betroffen ist?
Prüfe in der Google Search Console zuerst den Bericht „Manuelle Maßnahmen". Vergleiche dann im Leistungsbericht einen Zeitraum nach dem 8. Oktober mit einem gleich langen Zeitraum vor dem 24. September und schau, welche Seiten am meisten Klicks verloren haben. Ein deutlicher Einbruch bei einem bestimmten Seitentyp ist ein starkes Signal.
Wie lange dauert die Erholung nach einem Spam-Update?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Laut Google kann sich eine Website verbessern, wenn die automatischen Systeme über einen Zeitraum von Monaten lernen, dass sie die Spam-Richtlinien einhält. Ranking-Vorteile aus gekauften Links, die Google neutralisiert hat, kommen dagegen nicht zurück.